Vogelwanderung am Monrepos - 26.04.2015

Vogelfreunde und Nachtigallen

 

26 Naturfreunde und 1 Hund, 31 von 86 nachgewiesenen Vogelarten sind Zahlen die den Erfolg der diesjährigen Vogelwanderung vom Parkplatz vor dem MSC-Übungsplatz bis um den Monrepo-See belegen. Mit Fernglas und Spektiv ausgerüstet ging es am 26.04. um 7:30 los. Herr Ronald Meinert, ein ehemaliger Asperger, brachte die Vogelwelt den vielen Interessierten nahe. Der Gesang von Nachtigallen eröffnete den Rundgang. Weitere besonders interessante Vögel waren die Gebirgsstelze, der Fitis und die Klappergrasmücke sowie Neubürger wie die Dohle und die Nilgans, die erst seit wenigen Jahren in der Gegend vorkommen. Insgesamt 10 Vogelarten konnten beim Brutgeschäft im Nest beobachtet werden. Einige unserer Vogelarten haben ihr Verhalten aufgrund der Klimaveränderung deutlich geändert. So wandern Teile der Populationen von einigen Vogelarten nicht mehr nach Afrika, sondern bleiben wie der Storch in Südspanien oder fliegen zum Überwintern wie die Mönchsgrasmücke nach Südengland. Bei den meisten Vögeln singen nur die Männchen, Ausnahmen sind die Wasseramsel und das Rotkehlchen. Herr Meinert betonte, dass der Golfplatz von den Vögeln der Region sehr gut angenommen worden ist und ein wertvolles Glied in der Kette Neckarauen, Monrepo-See und Streuobstgürtel um Asperg und den Ackerflächen darstellt. Nilgänse und Wildgänse ließen sich beim Äsen von den Golfern nicht stören. Die meisten Besucher der Veranstaltung waren von der Vielfalt der Vogelwelt und dem vermittelten Wissen beeindruckt und wollen im nächsten Jahr wiederkommen.

Dr. Reinhard Albert

                                                                                                                                                         Der Hohenasperg - etwas ganz Besonderes

Botanische Kleinodien am Hohenasperg

 

Der Hohenasperg ist als Zeugenberg mit seiner exponierten Lage und der ehemaligen Landesfestung sowie aufgrund seiner Geschichte etwas ganz Besonderes. Am Sonntag (27.04.2014) entführte Gästeführer Armin Krüger die 18 Teilnehmer einer Blumenexkursion ins Reich der Botanik. Er zeigte ihnen viele der holzigen und krautigen Pflanzen rund um den Hohenasperg und schilderte eingehend deren Bedeutung sowie viele Eigenschaften und Eigenheiten. Während der Exkursionszeit von ca. 2 Stunden wurden insgesamt 75 Pflanzenarten vorgestellt. Intensiv behandelte Herr Krüger einige interessante Pflanzen: den Aronstab, der Insekten anlockt, in der Blüte einschließt und zur Befruchtung benutzt; den Kerbel, der essbar ist, aber leicht mit dem giftigen Schierling verwechselt werden kann; die Große Brennnessel, die besonders bei Schmetterlingen beliebt ist; den Färber-Waid, dessen Wurzeln früher zum Blaufärben von Textilien verwendet wurden und die Stinkende Nieswurz, die im Winter blüht. Auch Bäume wie die Gemeine Robinie sowie Moose, Flechten, Pilze und Cyanobakterien (früher Blaualgen genannt) kamen nicht zu kurz. Die Verbreitung von zwei Pflanzen auf dem Hohenasperg sind absolute Highlights. Der Goldlack und das Zimbelkraut stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurden schon im Mittelalter nach Deutschland verbracht. Der giftige Goldlack darf sogar noch in den aufwändig renovierten Mauern der Festung wachsen. Das Zimbelkraut wurde früher als Heilpflanze verwendet. Es verhält sich ähnlich wie die Erdnuss. Ein Samen bleibt mit der Frucht fest verbunden. Der Fruchtstiel wächst vom Licht weg und schiebt die Frucht in eine Spalte im Felsen oder in der Erde. Somit finden Samen und Nachkommen des Zimbelkrauts immer ein geeignetes Saatbett. Eine vollständige Pflanzenliste kann von Herrn Krüger angefordert werden.

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